Zum Hauptinhalt
Landgericht Frankfurt (Oder) vom 17.06.24

Zivilrecht – Deliktsrecht – Verkehrsunfall: Massive körperliche Beschwerden nach Verkehrsunfall

Sachverhalt:

Der Kläger war mit seinem Auto unterwegs. Mit abnehmender Geschwindigkeit näherte er sich einer Kreuzung, an der die Vorfahrtsregel "rechts vor links" gilt. Als er die Kreuzung überfuhr, kam aus der linken Richtung plötzlich das Fahrzeug des Beklagten, der den Kläger übersah. Es kam trotz Notbremsung des Klägers zu einem Unfall. Der Kläger erlitt eine Distorsion der Lendenwirbelsäule und eine deutliche Höhenminderung im Bereich der Wirbelsäule. Darüber hinaus bildete sich infolge des Unfalltraumas eine Zyste im Lendenwirbelsäulenbereich, welche den Spinalkanal einengt. Der Kläger verlangt adäquaten Schadensersatz vom Beklagten, welcher die Vorfahrtsregeln missachtete.

 

Chronologie:

Das Landgericht ließ die Angelegenheit mittels zweier verschiedener Sachverständigengutachten hinterfragen. So wurde ein Gutachten bezüglich der Rekonstruktion des Unfallhergangs und ein fachmedizinisches Sachverständigengutachten bezüglich der Unfallfolgen eingeholt. So konnte zwar bestätigt werden, dass der Beklagte mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr und es deshalb zu der Kollision kam, allerdings konnten die körperlichen Beschwerden des Klägers nicht vollumfänglich auf den Unfall als Ursache zurückgeführt werden. Ein Vergleich konnte mangels Einigungsbereitschaft der Beklagtenseite nicht geschlossen werden. Schließlich erging das Urteil des Landgerichts, laut dem der Beklagte dazu verurteilt wird, einen Schmerzensgeldbetrag an den Kläger zu zahlen. Über die Höhe wurde Stillschweigen vereinbart.

 

Anmerkungen von Ciper & Coll.:

Interessant war vorliegend, dass nicht nur die Kausalität der Unfallfolgen streitig war, sondern auch der Unfallhergang selbst. Insofern war den sachverständigen Gutachten eine besonders hohe Relevanz für den Ausgang des Verfahrens zuzusprechen, gibt Dr. DC Ciper, LLM, an.

Erneute erhebliche Prozessniederlage im sogenannten Allergan-Komplex für ARAG SE vor dem Landgericht Düsseldorf (Az. 9a 141/23)

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler: 26.000 € Schmerzensgeld und monatliche Rentenzahlung durch Unfallversicherung nach Arbeitsunfall

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Geburtsschadensrecht: 2,5 Mio. Euro nach verspäteter Sectio mit Schwerstschäden

Weitere Prozesserfolge laden...

Zivilrecht – Deliktsrecht – Verkehrsunfall: Massive körperliche Beschwerden nach Verkehrsunfall

Cookie-Einstellungen
Auf dieser Website werden Cookie verwendet. Diese werden für den Betrieb der Website benötigt oder helfen uns dabei, die Website zu verbessern.
Alle Cookies zulassen
Auswahl speichern
Individuelle Einstellungen
Individuelle Einstellungen
Dies ist eine Übersicht aller Cookies, die auf der Website verwendet werden. Sie haben die Möglichkeit, individuelle Cookie-Einstellungen vorzunehmen. Geben Sie einzelnen Cookies oder ganzen Gruppen Ihre Einwilligung. Essentielle Cookies lassen sich nicht deaktivieren.
Speichern
Abbrechen
Essenziell (1)
Essenzielle Cookies werden für die grundlegende Funktionalität der Website benötigt.
Cookies anzeigen
Statistik (2)
Statistik Cookies tracken den Nutzer und das dazugehörige Surfverhalten um die Nutzererfahrung zu verbessern.
Cookies anzeigen