Zum Hauptinhalt
Landgericht Stendal - vom 06.07.2017 vom 06.07.17

Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Nicht indizierte Nukleoplastie BWK 12/LWK 1, links nach Osteochondrose, LG Stendal, Az.: 21 O 11/16

Chronologie:
Der Kläger begab sich aufgrund von Rückenschmerzen in die Klinik der Beklagten. Es zeigte sich eine Osteochondrose in BWK 11/12 mit Spinalkanalstenose und Foraminalstenose linksseitig. In der Folge ist der Kläger mehrfach operiert worden, litt aber nachfolgend weiterhin an Schmerzen. Ein eingeholtes orthopädisch-unfallchirurgisches Fachgutachten konstatierte daraufhin, dass die vorgenommenen Operationen nicht indiziert gewesen seien.

Verfahren:
Das Landgericht Stendal hat aufgrund der eindeutigen Sach- und Rechtslage darauf verzichtet, ein weiteres fachmedizinisches Sachverständigengutachten einzuholen und schlug den Parteien einen Vergleich im oberen vierstelligen Eurobereich vor, den diese akzeptierten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Grundsätzlich holen Gerichte in Arzthaftungsprozessen fachmedizinische Gutachten ein. Vorgerichtlich eingeholte Gutachten werden nur als sogenannte Parteigutachten angesehen und das Gericht möchte selber "Herr des Verfahrens" bleiben und Einfluss auf die Auswahl medizinischen Sachverständigen haben, die ein Gutachten erstellen, im Übrigen ist die Einholung der Gutachten durch die Gerichte auch prozessual notwendig. Ob das eine größere Objektivität darstellt, mag dahingestellt bleiben. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen, so wie hier, verzichten Gerichte jedoch auf Involvierung weiterer Sachverständiger, insbesondere dann, wenn bei beiden Parteien eine Vergleichsbereitschaft erkennbar ist, wie in der vorliegenden Angelegenheit, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Daniel C. Mahr, LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

Medizinrecht – Verkehrssicherungspflicht – Tierhalterhaftung: rund 25.000 € Schmerzensgeld für amputierten Daumen

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler: 78.000,00 € Schmerzensgeld nach Verwechslung einer Sehnenruptur mit einem Muskelfaserriss

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler: fehlerhafte Auswertung von CT-Bildern führt zu Tod der Klägerin

Weitere Prozesserfolge laden...

Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Nicht indizierte Nukleoplastie BWK 12/LWK 1, links nach Osteochondrose, LG Stendal, Az.: 21 O 11/16

Cookie-Einstellungen
Auf dieser Website werden Cookie verwendet. Diese werden für den Betrieb der Website benötigt oder helfen uns dabei, die Website zu verbessern.
Alle Cookies zulassen
Auswahl speichern
Individuelle Einstellungen
Individuelle Einstellungen
Dies ist eine Übersicht aller Cookies, die auf der Website verwendet werden. Sie haben die Möglichkeit, individuelle Cookie-Einstellungen vorzunehmen. Geben Sie einzelnen Cookies oder ganzen Gruppen Ihre Einwilligung. Essentielle Cookies lassen sich nicht deaktivieren.
Speichern
Abbrechen
Essenziell (1)
Essenzielle Cookies werden für die grundlegende Funktionalität der Website benötigt.
Cookies anzeigen
Statistik (2)
Statistik Cookies tracken den Nutzer und das dazugehörige Surfverhalten um die Nutzererfahrung zu verbessern.
Cookies anzeigen